Beratungsbedarf in 2025 ist leicht gestiegen

- 05.06.2026 - 

Die „brücke“ ist seit fast 45 Jahren Anlaufstelle für Menschen in persönlichen Krisen und Konflikten. Im vergangenen Jahr kamen 1.328 Ratsuchende in die ökumenische Kontaktstelle am Kronenplatz. Mit 2.883 Beratungsgesprächen ist der Bedarf leicht gestiegen. Das geht aus dem Jahresbericht 2025 hervor. Hinzukommen rund 1.200 telefonische Informationsgespräche.

Pfarrer Christoph Lang, stellv. Leiter von "Die brücke" vor der Beratungsstelle am Kronenplatz
Die „brücke“, die gemeinsame Krisen- und Lebensberatungsstelle der evangelischen und katholischen Kirche in Karlsruhe, berät und begleitet Menschen in persönlichen Krisen und Konflikten. Im vergangenen Jahr kamen 1.328 Ratsuchende in die ökumenische Kontaktstelle am Kronenplatz. Es wurden 2.883 Beratungsgespräche geführt. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 kam es zu 2.876 Gesprächen mit 1.201 Personen. Damit ist der Beratungsbedarf im vergangenen Jahr leicht gestiegen, wie aus dem im April erschienenen Jahresbericht für 2025 hervorgeht. Hinzukommen rund 1.200 telefonische Informationsgespräche. Das Alter der Hilfesuchenden liegt zwischen 18 und 88 Jahren.   
 
Die Beratung ist für die Hilfesuchenden in meist akuten Situationen kostenfrei und anonym
 
Die ökumenische Krisen- und Lebensberatungsstelle die brücke wird seit fast 45 Jahren von der Römisch-katholischen und der Evangelischen Kirche in Karlsruhe getragen (seit 1981). Die Beratung ist für die Ratsuchenden kostenlos. Die Arbeit der brücke wird über die Kirchensteuer finanziert. Die Beratung ist anonym und ohne Termin möglich. Die Hauptthemen der Gespräche sind psychisches und körperliches Befinden sowie Einsamkeit, Partnerschaft und Familie.  
 
Die brücke konnte neue Ehrenamtliche gewinnen 
 
Seit dem vergangenen Jahr gibt es in der brücke auch eine Selbsthilfegruppe für Angehörige psychisch Erkrankter. Die rund 12 Teilnehmende große Gruppe trifft sich einmal im Monat für 90 Minuten. Die Gruppentreffen bieten einen geschützten Raum, in dem sich die Teilnehmenden offen über ihre Situation und Erfahrungen austauschen können.  
 
Im rund 20-köpfigen ehrenamtliche Team der brücke gab es im vergangenen Jahr mehrere Wechsel. Vier Personen sind ausgeschieden, dafür haben sechs Ehrenamtliche ihren Dienst aufgenommen. Dafür haben sie einen sechsmonatigen Ausbildungskurs absolviert. Personelle Verstärkung gibt es zudem auch bei den Hauptamtlichen: Diplom-Sozialpädagogin Christine Jehle verstärkt seit Anfang 2026 das multiprofessionelle Team, das aus Psychologen, Sozialpädagogen und Theologen besteht. 
 
Der Jahresbericht 2025 kann hier heruntergeladen werden.