Stadtsynode wählt Stefanie Heinlein zur Schuldekanin
Die Evangelische Kirche in Karlsruhe hat mit Pfarrerin Stefanie Heinlein eine neue Schuldekanin. Die 48-Jährige Pfarrerin und Religionslehrerin erhielt auf der Tagung der Stadtsynode am 12. Juni im 1. Wahlgang 59 von 64 Stimmen – damit hat die Stadtsynode ein eindeutiges Votum für Stefanie Heinlein abgegeben.
Mit diesem Rückenwind kann die frisch gewählte Schuldekanin in ihr neues Amt gehen, das sie zu Beginn des nächsten Jahres antreten wird. Als Schuldekanin wird Stefanie Heinlein verantwortlich sein für die Organisation und Durchführung des evangelischen Religionsunterrichts sowie für die Unterstützung von Lehrkräften und Schulleitungen im Stadtkirchenbezirk. Dabei geht es auch um die Sicherstellung der Qualität des Unterrichts, zum Beispiel durch Beratung und Fortbildungen. Religionsunterricht wird aktuell an mehr als 100 Schulen in Karlsruhe von staatlichen und kirchlichen Lehrkräften unterrichtet.
Erfahrungen aus Gemeinde und Schule fließen in die Arbeit ein
Als Schuldekanin wird Stefanie Heinlein an der Schnittstelle zwischen Kirche und Schule arbeiten. Für diese Aufgabe bringt die 48-Jährige vielfältige Erfahrungen aus der Gemeindearbeit sowie aus dem Schuldienst mit. So war Stefanie Heinlein 14 Jahre lang Gemeindepfarrerin in Wolfartsweier (gehört heute zur Evangelischen Gemeinde Bergdörfer), bevor sie vor fünf Jahren in den hauptamtlichen Schuldienst wechselte. Derzeit ist sie als Religionslehrerin am Goethe-Gymnasium und Otto-Hahn-Gymnasium Karlsruhe tätig. Stefanie Heinlein ist verheiratet und Mutter von drei Kindern. Sie folgt auf Pfarrer Thomas Schwarz, der seit 2012 in Karlsruhe Schuldekan ist.
Den Synodalen hat sich Stefanie Heinlein, die einige Synodale noch aus ihrer Zeit als Gemeindepfarrerin kennen, vorgestellt – als offen und neugierig, auch neue Ideen mit anderen zu spinnen, diplomatisch und vermittelnd. Gerade auch in der Schule sei es wichtig, die Botschaft Jesu Christi für heute zu übersetzen und so am „Reich Gottes weiterzubauen“. Das sei „alles andere als langweilig“, so Heinlein, schließlich ist der Religionsunterricht „kein Fach wie jedes andere“.
Zusammenschluss des Diakonischen Werkes mit Baden-Baden und Rastatt ist angedacht
Im zweiten Tei der Synodentagung ging es um die Entwicklungen im Diakonischen Werk Karlsruhe sowie der Evangelischen Kirchenverwaltung. Das Diakonische Werk Karlsruhe als bisher unselbstständiges Werk innerhalb der Evangelischen Kirche in Karlsruhe beabsichtigt, sich mit den Diakonischen Werken von Baden-Baden und Rastatt zu einem gemeinsamen Diakonieverband zusammenzuschließen. Mit dem Zusammenschluss wäre man nicht nur rechtlich selbstständig, sondern könne auch seine Kräfte bündeln (beispielsweise bei Verwaltungsaufgaben), Kosten sparen, Kompetenzen gemeinsam nutzen und so auf soziale Herausforderungen besser reagieren, so Diakoniedirektor Wolfgang Stoll. Der Zusammenschluss ist für 2028 angedacht.
Zur Einordnung: In der Badischen Landeskirche gibt es aktuell 19 diakonische Werke. Davon sind 12 bereits in Diakonieverbänden zusammengeschlossen, ausgenommen sind bislang die fünf Diakonischen Werke der Stadtkirchenbezirke sowie eben Baden-Baden und Raststatt sowie Emmendingen.
Ein Dienstleistungszentrum für mehrere Kirchenbezirke
Über die Umstruktierung der Verwaltungsämter innerhalb der Badischen Landeskirche hatte auch Verwaltungsdirektor Karl-Heinz Honeck die Synodalen informiert. So soll es künftig nur noch drei Dienstleistungszentren für ganz Baden geben, in denen die bisherigen Kirchenverwaltungen für die Kirchenbezirke aufgehen. Für Karlsruhe ist dieser Wechsel zum 1. Januar 2027 geplant. Dann wird die Evangelischen Kirchenverwaltung Karlsruhe mit weiteren Verwaltungsämtern von sieben Kirchenbezirken zum Dienstleistungszentrum (DLZ) Mittelbaden zusammengeschlossen. Ein Film, der die Arbeit am neuen DLZ vorstellt, wurde auf der Synode gezeigt. Er ist hier zu sehen.
Zuletzt gab es noch Wahlen. Die Stadtsynode entsendet Simone Scheuble-Qaqunda, Beatrix Wieß und Martin Schubart in das Kuratorium der Kretschmar-Huber-Stiftung und Dekan Dr. Thomas Schalla, Prof. Dr. Gernot Goll und Ruth Fiedler sowie Jürgen Huber als Stellvertreter in den Verwaltungsrat des neu zu gründenden DLZ Mitte.










