Nach zwei Jahren intensiver Verhandlungen zwischen dem Verein „Wir-für-Lukas“ und der Evangelischen Kirche in Karlsruhe konnte bis heute keine Einigung über einen Pachtvertrag für die Lukaskirche erzielt werden. Der Stadtkirchenrat hat daraufhin in seiner Sitzung am 20. Juli 2026 entschieden, Schritte zur Vermarktung der Lukaskirche einzuleiten.
Rückblick: Als im Dezember 2023 bekannt wurde, dass die Lukaskirche – wie auch andere evangelische Kirchen in Karlsruhe – auf „rot“ gesetzt werden und damit im Zuge der geplanten Sparmaßnahmen aus der Finanzierung des Stadtkirchenbezirks herausfallen würden, hatte sich der neu gegründete Verein „Wir-für-Lukas“ für die Weiternutzung stark gemacht – und vom Stadtkirchenrat im Dezember 2024 auch den Zuschlag erhalten. Seitdem haben seitens der Evangelischen Kirche in Karlsruhe mehrere Gespräche mit dem Verein stattgefunden, um zu einer Lösung zu kommen. Leider haben die Verhandlungen mit dem Verein über die Pacht der Liegenschaft nicht zu einem tragfähigen Ergebnis geführt. So konnte der Verein aus Satzungsgründen einen Pachtvertrag nicht unterzeichnen, der sicherstellt, dass für die Evangelische Kirche in Karlsruhe keine Kosten mehr für das Ensemble der Lukaskirche und des Gemeindehauses entstehen.
Die gescheiterten Vertragsverhandlungen mit dem Verein bedauert Dekan Dr. Thomas Schalla. „Die Mitglieder des Vereins haben mit sehr hohem Engagement an Konzept und Umsetzung gearbeitet. Sie haben damit auch der Evangelischen Kirche insgesamt in schwierigen Zeiten eine innovative Perspektive geboten. Ich bin dafür sehr dankbar, ebenso für die Unterstützung des Stadtkirchenrats, der diesen Weg mitgegangen ist. Dass das Projekt nun an einem Scheideweg steht, liegt nicht am Engagement des Vereins, sondern hat vor allem strukturelle Gründe“, erklärt der Dekan.
Bei der damaligen Entscheidung zugunsten des Vereins wurde auch beschlossen, das Gebäudeensemble zu vermarkten, sollte es zu keinem Pachtvertrag kommen. Diesem Beschluss kommt der Stadtkirchenrat nun nach. Schritte zur Vermarktung werden jetzt eingeleitet. Dekan und Kirchenverwaltung werden nun mit möglichen Kaufinteressenten Gespräche führen.