Diakonissen als Erzieherinnen in Karlsruhe: Eine Ära geht zu Ende
- 14.08.2026 -
Zwei Jahre Schulausbildung, ein Anerkennungsjahr und ein weiteres Berufsjahr in einem Kindergarten folgten. Von 1983 bis 2018 war sie Erzieherin in der Evangelischen Kita Bethlehem. Dann folgte eine Anfrage der Evangelischen Kirchenverwaltung und sie wechselte in die Kita-Leitung der Evangelischen Kindertageseinrichtung “Markuszwerge” in der Markusgemeinde.
“Wie vielen ihrer Mitschwestern war es ihr ein großes Anliegen, die Liebe Gottes im Alltag erfahrbar zu machen”, sagt Schwester Hildegund Fieg, Oberin des Diakonissenhauses Bethlehem. “Schwester Karin hat die Botschaft von der Liebe Jesu mit ihrer Haltung, ihren Worten, beim Erzählen biblischer Geschichten und bei Festen und Feiern weitergetragen. Sowohl in der Kita Bethlehem als auch bei den Markuszwergen war sie ein wichtiges Bindeglied zwischen Kirchengemeinde und Kita”, würdigt die Oberin ihre Arbeit.
Die Arbeit der Diakonissen mit und an Kindern kann für die Stadt Karlsruhe nicht überschätzt werden und hat eine lange Tradition. Begonnen hat dieses Arbeitsfeld vor genau 189 Jahren, am 14. August 1837, als die ersten zwölf Kinder in Karlsruhe in die erste Kleinkinderbewahranstalt – so hieß das damals – aufgenommen und von Kinderschwestern auf ihrem Weg begleitet worden sind. Kinder aus dem ‚Dörfle‘ vor den Gefahren der Straße zu bewahren, das war das damalige Anliegen. Der Bedarf war groß, die Arbeit wuchs rasant. Diakonissen ließen sich zu Kinderschwestern ausbilden und für diese Arbeit vom Evangelischen Diakonissenhaus Bethlehem in die sich neu gründenden Einrichtungen entsenden. 300 Diakonissen waren das in der Spitze, deren Einsatzgebiet sich über Karlsruhe hinaus bis nach Buchen oder Rheinfelden erstreckte. Jetzt ist mit Schwester Karin die letzte als Erzieherin noch tätige Diakonisse in den Ruhestand gegangen.
“Für uns ist das ein großer Einschnitt”, sagt Schwester Hildegund Fieg. Doch auch wenn diese Arbeit nun endet – der Staffelstab ist längst weitergegeben. Denn eine andere Ära hatte bereits vor 100 Jahren begonnen, als die damalige Ausbildungsstätte für Kinderschwestern 1925 die staatliche Anerkennung erhielt – die heutige Fachschule für Sozialpädagogik. “Wir sind dankbar, dass Erzieherinnen und inzwischen auch Erzieher mit derselben Liebe und Kompetenz, mit ihren Gaben und Fähigkeiten Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten und somit einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten”, erklärt Schwester Hildegund Fieg.
Heute ist das Evangelische Diakonissenhaus eine Wohnstätte der fünf Diakonissen sowie ein Betreutes Wohnen für Seniorinnen und Senioren. Ab dem 1.1.2027 wird die Leitung des Hauses auf den Badischen Landesverein für Innere Mission übergehen.
Ende August geht Schwester Karin als letzte noch aktive Diakonisse des Evangelischen Diakonissenhauses Bethlehem in den Ruhestand. Damit endet auch eine Ära der Arbeit mit Kindern in Karlsruhe. Schließlich ließen sich Diakonissen wie Schwester Karin 189 Jahre als Erzieherinnen in die Arbeit mit Kindern berufen und in die Kindertageseinrichtungen entsenden.
Als junges Mädchen kam Karin Schipper am 8. August 1977, also vor 49 Jahren, nach Karlsruhe, um an der Fachschule für Sozialpädagogik des Evangelischen Diakonissenhauses Bethlehem den Beruf der Erzieherin zu erlernen. Es sollte ihr Beruf werden für insgesamt 45 Jahren - ja mehr noch: als Diakonisse auch zu ihrer Berufung.
Zwei Jahre Schulausbildung, ein Anerkennungsjahr und ein weiteres Berufsjahr in einem Kindergarten folgten. Von 1983 bis 2018 war sie Erzieherin in der Evangelischen Kita Bethlehem. Dann folgte eine Anfrage der Evangelischen Kirchenverwaltung und sie wechselte in die Kita-Leitung der Evangelischen Kindertageseinrichtung “Markuszwerge” in der Markusgemeinde.
“Wie vielen ihrer Mitschwestern war es ihr ein großes Anliegen, die Liebe Gottes im Alltag erfahrbar zu machen”, sagt Schwester Hildegund Fieg, Oberin des Diakonissenhauses Bethlehem. “Schwester Karin hat die Botschaft von der Liebe Jesu mit ihrer Haltung, ihren Worten, beim Erzählen biblischer Geschichten und bei Festen und Feiern weitergetragen. Sowohl in der Kita Bethlehem als auch bei den Markuszwergen war sie ein wichtiges Bindeglied zwischen Kirchengemeinde und Kita”, würdigt die Oberin ihre Arbeit.
Die Arbeit der Diakonissen mit und an Kindern kann für die Stadt Karlsruhe nicht überschätzt werden und hat eine lange Tradition. Begonnen hat dieses Arbeitsfeld vor genau 189 Jahren, am 14. August 1837, als die ersten zwölf Kinder in Karlsruhe in die erste Kleinkinderbewahranstalt – so hieß das damals – aufgenommen und von Kinderschwestern auf ihrem Weg begleitet worden sind. Kinder aus dem ‚Dörfle‘ vor den Gefahren der Straße zu bewahren, das war das damalige Anliegen. Der Bedarf war groß, die Arbeit wuchs rasant. Diakonissen ließen sich zu Kinderschwestern ausbilden und für diese Arbeit vom Evangelischen Diakonissenhaus Bethlehem in die sich neu gründenden Einrichtungen entsenden. 300 Diakonissen waren das in der Spitze, deren Einsatzgebiet sich über Karlsruhe hinaus bis nach Buchen oder Rheinfelden erstreckte. Jetzt ist mit Schwester Karin die letzte als Erzieherin noch tätige Diakonisse in den Ruhestand gegangen.
“Für uns ist das ein großer Einschnitt”, sagt Schwester Hildegund Fieg. Doch auch wenn diese Arbeit nun endet – der Staffelstab ist längst weitergegeben. Denn eine andere Ära hatte bereits vor 100 Jahren begonnen, als die damalige Ausbildungsstätte für Kinderschwestern 1925 die staatliche Anerkennung erhielt – die heutige Fachschule für Sozialpädagogik. “Wir sind dankbar, dass Erzieherinnen und inzwischen auch Erzieher mit derselben Liebe und Kompetenz, mit ihren Gaben und Fähigkeiten Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten und somit einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten”, erklärt Schwester Hildegund Fieg.
Heute ist das Evangelische Diakonissenhaus eine Wohnstätte der fünf Diakonissen sowie ein Betreutes Wohnen für Seniorinnen und Senioren. Ab dem 1.1.2027 wird die Leitung des Hauses auf den Badischen Landesverein für Innere Mission übergehen.











