„Gemeinde Bergdörfer“ geht erste gemeinsame Schritte

- 31.01.2022 - 

Die evangelischen Gemeinden in den Karlsruher Höhenstadtteilen haben zum Jahresbeginn 2022 zu einer Pfarrgemeinde fusioniert und schlagen nun neue Wege der Zusammenarbeit ein: Die Ältestenkreise der bislang vier Pfarrgemeinden Grünwettersbach, Hohenwettersbach-Bergwald, Palmbach-Stupferich und  Wolfartsweier haben am 29. Januar das Leitungsgremium der neuen Großgemeinde gewählt – und der Gemeinde einen neuen Namen gegeben.

(v.l.n.r.) Die neue Vorsitzende Gabriele Kammerer (Grünwettersbach), Gebhard Seufert-Braun (Wolfartsweier), stellvertrende Vorsitzende Pfarrerin Dr. Anne Helene Kratzert (Palmbach-Stupferich) und Gabriele Laube (Hohenwettersbach-Bergwald)
Das neue Leitungsgremium, der Gesamtältestenkreis, besteht aus 21 Ehrenamtlichen und 3 Pfarrpersonen. Ältestenkreisvorsitzende der rund 5700 Mitglieder starken Großgemeinde ist Gabriele Kammerer, zu ihrer Stellvertretung wurde Pfarrerin Dr. Anne Helene Kratzert gewählt. Zudem wurde ein geschäftsführender Ausschuss eingesetzt, um sicherzustellen, dass das neue Großgremium arbeitsfähig bleibt.
Die frischfusionierte Großgemeinde hat sich auch einen neuen Namen gegeben. Fünf Vorschläge waren nach einem Aufruf im Gemeindebrief von verschiedenen Gemeindegliedern eingereicht worden. Neben „Rebekka-Gemeinde“ (nach dem Akronym-Namen des Gemeindebriefs für die Region Karlsruhe Bergdörfer), „Tabita-Gemeinde“ (nach einer wohltätigen Jesus-Jüngerin, die in Apostelgeschichte 9 erwähnt wird) gab es auch drei Vorschläge, die auf die geographische Lage der Gemeinden Bezug nehmen: Bergdörfer-Gemeinde, Gemeinde Bergregion, Gemeinde Bergdörfer.
Mehrheit für Namen „Gemeinde Bergdörfer“
Die Idee, bei der Wahl von Gemeinden-Namen verstärkt biblische oder historische Frauengestalten zu berücksichtigen, wurde in der Diskussion zwar grundsätzlich sehr begrüßt. Die Abstimmung ergab dann aber doch eine Mehrheit für den Namen „Gemeinde Bergdörfer“.
Gemeinde erhofft sich verstärktes Zusammengehörigkeitsgefühl
„Bergdörfer“ sei eine Bezeichnung, mit der sich die Bewohnerinnen und Bewohner der Karlsruher Höhenstadtteile, unabhängig von ihrer Kirchenzugehörigkeit, schon seit Jahren identifizieren würden, so ein Gremienmitglied.  Der neue Name passe daher gut zu dem, was man sich von der Gemeindefusion als Wirkung nach innen und außen erhoffe: Ein verstärktes Zusammengehörigkeitsgefühl aller gemeindlich Engagierten, sowie ein Signal an die Öffentlichkeit, dass man als „evangelische Kirche im Nahbereich“ offen und bereit sei, sich gemeinsam mit Menschen und Institutionen vor Ort für eine gute Zukunft und ein friedliches gesellschaftliches Miteinander einzusetzen – gemäß dem biblischen Auftrag an die Glaubenden, „der Stadt Bestes zu suchen“ und sich fürs Gemeinwesen einzusetzen, da, wo man lebt.
 
Text: red/Andrea Elicker-Kurz
Foto: Johannes Kurz