Lange Schlangen von Menschen vor der Haustür nehmen Jugendliche aus der Matthäus-Paul-Gerhardt-Gemeinde immer wieder wahr. Es sind Kunden der Beiertheimer Tafel, die lange anstehen müssen, bis sie an der Reihe sind. Das hat die Konfis motiviert, die Kollekten - immerhin stolze Eintausend Euro - aus ihren Jugendgottesdiensten für die Tafel zu geben.
Ein gutes Jahr hat die Konfirmandenzeit gedauert – durch Corona leicht verlängert. Aber am Ende stehen die Einsegnung und am Vorabend ein Jugendgottesdienst. In der Evangelischen Matthäus-Paul-Gerhard-Gemeinde waren es sogar jeweils zwei, weil die Gruppe so groß war und geteilt werden musste.
Am Ende der Jugendgottesdienste, in denen sich die Konfis sich mit dem Leben nach dem Tod und mit dem Thema Freundschaft beschäftigten - wurde eine Kollekte erbeten, die sehr großzügig ausfiel. Die Konfis warben dafür, den Tafelladen der Caritas in Beiertheim zu unterstützen. Von den über eintausend Euro konnten beim örtlichen Nahkaufladen viele günstige Lebensmittel gekauft werden, die die Tafel weitergeben kann. In der vergangenen Woche besuchte eine Abordnung der jetzt Konfirmierten die Tafel und übergab symbolisch eine kleine Lebensmittelkiste dem stellvertretenden Markleiter, Herrn Ralph Beck. Er erklärt den Jugendlichen, dass in der Tafel nur Kunden einkaufen können, die nicht viel zum Leben haben und deshalb einen Berechtigungsschein von der Stadt Karlsruhe ausgestellt bekommen. Derzeit sind es 3400 Menschen, doch diese Zahl wird immer größer und gleichzeitig nimmt die Zahl der Lebensmittelspenden immer mehr ab. Er bedankt sich im Namen der Kunden sehr herzlich für die großzügige Spende.