Die Stadtsynode hat auf ihrer Tagung am 18. November 2022 eine Diskussion über das Kirchenbild begonnen. In einem Gesprächsprozess geht es um die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Frage, wie die Evangelische Kirche in Karlsruhe in Zukunft sein müsste. Eine möglichst breite Gesprächsbeteiligung wird dazu angestrebt. Ergebnisse sollen im Sommer 2023 vorgestellt werden.
Von einer „beweglichen Synode“ hat die Präsidiumsvorsitzende der Synode, Jutta Scheele-Schäfer, gesprochen und die rund 55 anwesenden Synodalen auf die Arbeit eingestimmt. Tatsächlich: Eine lockere Bestuhlung und Zeit für Gespräche in Kleingruppen – vieles war an diesem Abend anders. Thematisch ging es ausschließlich um das künftige Kirchenbild.
Die Stadtsynode hat den Auftakt gesetzt für ein „gemeinsames strukturiertes Nachdenken über die Evangelische Kirche in Karlsruhe“, wie Schuldekan Thomas Schwarz, Vorsitzender des Synodalen Bildungsausschusses erklärte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Kirchenbildern ist ein gleichwertiger wichtiger Strang zum Transformationsprozess Kirche 2030 neben der Identifizierung und Klassifizierung der Gebäude sowie der Bearbeitung der Strukturen, zu dem die Synode schon mehrfach beriet.
Der Abend wurde vom Synodalen Bildungsausschuss vorbereitet und geleitet. Zunächst hatten die Synodalen aus den Gemeinden, Diensten und Werken die Gelegenheit, auf einem mehrere Stellwände umfassenden Zeitstrahl ihre Eindrücke aus 50 Jahren Kirche und Gesellschaft einzutragen. Anschließend gab es Impulsfragen, die in Kleingruppen bearbeitet wurden. Die Synodalen kamen miteinander darüber ins Gespräch, was ihnen wichtig ist.
Mit der Kirchenbild-Diskussion soll eine möglichst breite Beteiligung ermöglicht werden. Mit dem „Lila Sofa“ hat der Kirchenbezirk dazu auch das geeignete Möbelstück gefunden und erstmals auf der Synode präsentiert. Dieses lila Sofa soll in den nächsten Monaten an ganz unterschiedlichen Stellen in der Stadt unterwegs sein soll, um darauf über Kirche ins Gespräch zu kommen. „Es darf geträumt werden, wie eine Evangelische Kirche in Karlsruhe aussehen kann. Und wie bei einem echten Gespräch soll auch das Kritische angesprochen werden“, erklärte Dekan Dr. Thomas Schalla die Aktion.
Mit den Synodalen soll das Gespräch auf den beiden folgenden Synoden im Februar und April 2023 fortgesetzt werden. Die Impulse aus den Lila-Sofa-Gesprächen fließen dann mit ein.
Jutta Scheele-Schäfer dankte zum Schluss der Synode allen synodalen Ausschüssen für ihre konstruktive und intensive Arbeit in diesem Jahr.