Pfarrer Alexander Herzfeld ist seit dem 1. September in der Leitung der Telefonseelsorge tätig. Der 59-Jährige Theologe folgt auf Pfarrerin Bettina Grimberg, die im August nach 19 Jahren in der Telefonseelsorge in den Ruhestand ging.
Alexander Herzfeld verstärkt Leitungsteam der Telefonseelsorge Karlsruhe
- 18.10.2021 -
Die Arbeit der Telefonseelsorge geschieht anonym und im geschützten Raum. Rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr ist die Telefonseelsorge Karlsruhe erreichbar. Rund 80 Ehrenamtliche sind dafür in der Telefonseelsorge aktiv, spenden tröstende Worte oder hören einfach nur zu. Geleitet wird die Telefonseelsorge Karlsruhe von Sibylle Hatzelmann-Bayer und seit dem 1. September auch von Pfarrer Alexander Herzfeld, der auf Pfarrerin Bettina Grimberg folgt.
Im Einführungsgottesdienst am Sonntag, 17. Oktober, nannte Pfarrer Siegfried Weber, stellvertretender Dekan und Beauftragter für die besondere Seelsorge im Stadtkirchenbezirk, Alexander Herzfeld einen „hochqualifizierten Berater“, den die Telefonseelsorge Karlsruhe nun habe. Denn Pfarrer Alexander Herzfeld bringe als Supervisor und systemischer Berater Zusatzqualifikationen für die neue Stelle mit.
Alexander Herzfeld hat vor seinem Wechsel in die Leitung der Telefonseelsorge seit 2012 als Organisationsberater für die Evangelische Landeskirche in Baden gearbeitet und Prozesse rund um kirchliche Liegenschaften oder Neustrukturierungen von Gemeinden vorangebracht. Mit dem Wechsel in die Leitung der Telefonseelsorge Karlsruhe freut sich Pfarrer Herzfeld, nun seine beraterische und seelsorgerische Kompetenz wieder stärker einbringen zu können.
Nach den ersten Wochen in der Telefonseelsorge Karlsruhe ist Alexander Herzfeld erfreut, eine „gut ausgestattete und eingerichtete Telefonseelsorge“ zu erleben. „Ich bin beeindruckt, wie gut alles läuft“, sagt Pfarrer Herzfeld. In seiner neuen Position will er sich auch gegenüber der Landeskirche dafür einsetzen, dass dieser kirchliche Arbeitsbereich auch bei künftigen Sparrunden gut ausgestattet bleibt.
10.000 Seelsorge- und Beratungsgespräche im Jahr
Die Telefonseelsorge Karlsruhe besteht seit 1962 und ist damit eine der ältesten Stellen für Telefonseelsorge in Deutschland. Sie wird ökumenisch von der evangelischen und katholischen Kirche getragen. Im Corona-Jahr 2020 verzeichnetet die Telefonseelsorge Karlsruhe 12.000 Anrufe, davon waren 10.000 Seelsorge- und Beratungsgespräche. Die Schwerpunktthemen in der Pandemie waren Angst, Einsamkeit und Isolation sowie Suizid. Zum Angebot der Telefonseelsorge gehört seit einigen Jahren auch die Chatseelsorge in Karlsruhe. Ganz neu ist eine App „KrisenKompass“ für Suizidgefährdete und Menschen, die sich um Suizidgefährdete sorgen: Die App bietet verschiedene Wege aus der Isolation zurück ins Leben und im akuten Krisenfall auch schnelle Unterstützung. Sie ist im Apple App Store sowie bei Google Play kostenlos herunterzuladen.
Ehrenamtliches Engagement persönlich bereichernd
Für die anspruchsvolle Arbeit in der Telefonseelsorge erhalten die rund 80 Ehrenamtlichen eine einjährige Ausbildung, darüber hinaus gibt es Weiterbildungsangebote sowie Supervision. Menschen, die sich ehrenamtlich in der Telefonseelsorge Karlsruhe engagieren, sehen in ihrem Dienst eine sinnvolle Tätigkeit, in der sie etwas bewirken und für andere da sind. Viele empfänden ihren Dienst zudem als persönlich bereichernd, weil sie in dieser Zeit auch viel über sich selbst lernen.
Hier geht es zur Telefonseelsorge Karlsruhe.










