Stadtsynode: Wahlen und Bedürfnisse von Jugendlichen heute

- 22.04.2023 - 

Die Stadtsynode der Evangelischen Kirche in Karlsruhe kam am Freitag, 22. April, zu ihrer zweiten Tagung in diesem Jahr zusammen. Die Synodalen sprachen sich für eine Erweiterung des Präsidiums aus. Auch konnten verschiedene Ämter und Ausschüsse neu besetzt werden.  Das Evangelische Kinder- und Jugendwerk gab zudem Einblick in die Bedürfnisse von Jugendlichen heute.

Die Stadtsynode der Evangelischen Kirche in Karlsruhe kam am Freitag, 22. April, zu ihrer zweiten Tagung in diesem Jahr zusammen. Gleich zu Beginn konnten sich die rund 80 Synodalen aus den Gemeinden, Werken und Diensten eindrücklich von der musikalischen Arbeit im Stadtkirchenbezirk überzeugen. Nach Auftritten auf vorausgegangenen Synoden von Cantus Juvenum und der Durlacher Singschule setzte nun die Kinder- und Jugendkantorei der Lutherana den musikalischen Auftakt im Albert-Schweitzer-Saal.
 
Auch gleich zu Beginn konnte die Vorsitzende der Synode, Jutta Scheele-Schäfer, dem Synodalen Hans Becker, Südkreuzgemeinde, für seinen 40-jährigen Dienst als Synodaler beglückwünschen und überreichte ihm ein Präsent.
 
Im ersten Punkt der Tagesordnung ging es um die Erweiterung des Präsidiums. Die personelle Verstärkung wurde nötig, „weil die Aufgaben im Präsidium der Stadtsynode immer komplexer und umfangreicher werden und wir auch künftig eine gute Arbeit leisten wollen“, erklärt die Präsidiumsvorsitzende Jutta Scheele-Schäfer. Das aber hat eine Änderung der Synodensatzung erfordert, dem die Synodalen zustimmten. Bestand das Präsidium bisher aus nur drei Mitgliedern, so haben sich die Synodalen dafür ausgesprochen, dass das Präsidium nun neben dem Vorsitzenden/der Vorsitzenden aus nun bis zu vier Personen bestehen kann. Mit Gernot Goll, Mitglied im Stadtkirchenrat, und Mathias Weis, haben sich auch gleich zwei Synodale auf dieses Ehrenamt beworben und wurden gewählt.
Ein Wermutstropfen bleibt, denn auch nach intensiver Suche hatte sich keine hauptamtliche Person für die Mitarbeit im Präsidium gefunden. Hier haben die Synodalen vereinbart, dass für künftige Synoden eine Person, die im kirchlichen Dienst steht, angefragt werden kann, die bei der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Synode unterstützt. Auf dieser Tagung hatte sich Pfarrer Walter Boes, Lukasgemeinde, dafür bereit erklärt.
 
Erfreulich war auch, dass sich Synodale bereiterklärt haben, in verschiedenen Ausschüssen mitzuarbeiten. Die Synode wählte Ruth Fiedler aus der Luthergemeinde in den Bauausschuss, Judith Mac-Carty, Synodale aus der Gemeinde an der Christuskirche, in den Bildungsausschuss und Leon Schulz, Student am KIT und Mitglied im Leitungsteam der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG), als beratendes Mitglied in den Bildungsausschuss.
 
Das große Thema „Kirche 2030“ war insofern ein Thema, als es um Berichte und Auswertungen von Meinungsbildern ging. So gab Schuldekan Thomas Schwarz, Vorsitzender des Bildungsausschusses, einen kurzen Überblick über die Rückmeldungen der Synodalen zum “Kirchenbild”-Prozess. Und Pfarrer Christoph Lang, Mitglieder der AG “Lila Sofa”, berichtete über die Einsätze der AG an verschiedenen Plätzen und Orten, wie Kitas, Schulen und der Innenstadt, wo sie über Kirche und Glauben ins Gespräch kamen.
 
Die Tagung der Stadtsynode endete mit der Jugend und ihren Zukunftsfragen. Im Zentrum dafür stand eine Umfrage, die das Evangelische Kinder- und Jugendwerk Karlsruhe unter dem Thema „Zukunft - voll dabei oder bodenlos?“ geschaltet hatte. Die Umfrage unter Kindern und Jugendlichen ergab, dass es für Kirche notwendiger denn je ist, auf die individuelle Zukunftsfragen und die Unsicherheiten der Jugendlichen einzugehen. Dabei gehe es, nach den Worten der beiden Jugendreferentinnen Stefanie Hügin und Daniela Unmüßig, auch um mehr unterstützende Angebote für Kinder und Jugendliche.