In der Krise Halt geben

- 04.05.2023 - 

Wer persönliche Krisenzeiten erfährt, muss sie nicht alleine bewältigen. In der „brücke“ am Karlsruher Kronenplatz finden Ratsuchende ein offenes Ohr für ihre Nöte und Anliegen. Und das seit mehr als 40 Jahren. Wer will, kann anonym bleiben. Im vergangenen Jahr kam es zu 2.870 Beratungsgesprächen, davon waren 815 Erstgespräche. Die meisten Gespräche im Kalenderjahr 2022 fanden in Präsenz in den Räumen in der Kronenstraße 23 statt, einige Gespräche wurden am Telefon oder auch vereinzelt per Video geführt. Zusätzlich zu den Einzelberatungen gab es im Jahr 2022 mehr als 1.900 Telefon-Infokontakte durch die rund 20 Ehrenamtlichen. 

In der „brücke“ am Karlsruher Kronenplatz finden Ratsuchende ein offenes Ohr für ihre Nöte und Anliegen. Wer akut ein Gespräch benötigt, der kann einfach in die Beratungsstelle kommen. „Für das Erstgespräch braucht es keine Anmeldung. Die Tür zu unserer Beratungsstelle ist offen“, erklärt Pfarrer Christoph Lang, Pfarrer und stellvertretender Leiter der brücke. 
 
Seit reichlich 40 Jahren gibt es die brücke, die gemeinsame Krisen- und Lebensberatungsstelle der evangelischen und katholischen Kirche in Karlsruhe. 1981 wurde sie als ökumenische Kontaktstelle gegründet mit dem Ziel, ein niederschwelliges Beratungsangebot für Menschen im Karlsruher Stadt- und Landkreis anzubieten. Jeder ist willkommen, konfessions- und religionsunabhängig.
 
Fünf fachlich kompetente und verschwiegene Gesprächspartner haben ein offenes Ohr für das, was die Ratsuchenden beschäftigt. Mit dem Ratsuchenden überlegen sie, was helfen könnte. Bei Bedarf verweisen sie auf weiterführende psychosoziale Einrichtungen und Beratungsstellen. 
 
Wer will, kann anonym bleiben. Im vergangenen Jahr kam es zu 2.870 Beratungsgesprächen, davon waren 815 Erstgespräche. Die meisten Gespräche fanden in Präsenz in den Räumen in der Kronenstraße 23 statt, 300 Gespräche wurden am Telefon oder per Video (33) geführt. Unter den Gesprächen mit Hauptamtlichen waren 2022 insgesamt 55 Paargespräche sowie 24 Gespräche mit Familien. Zusätzlich zu den Einzelberatungen gab es im Jahr 2022 mehr als 1.900 Telefon-Infokontakte durch die rund 20 Ehrenamtlichen.
 
Die Themen sind Angst, Tod, Trauer, aber auch Konflikte in der Familie oder am Arbeitsplatz sowie Alleinsein und Kontaktschwierigkeiten. Zugenommen hat, dass Angehörige von Menschen mit psychischen Erkrankungen Hilfe und Rat in der Beratungsstelle suchten. „Gemeinsam überlegen wir, was sie in dieser Situation tun können“, erklärt Christoph Lang.  
 
Die ökumenische Krisen- und Lebensberatungsstelle ist kostenfrei und werktags von Montag bis Freitag geöffnet. Für ausführliche Informationen geht es hier zum Jahresbericht 2022