“Hundert Jahre Diakonisches Werk Karlsruhe - Näher als du denkst!” Unter diesem Motto feierte das Diakonische Werk Karlsruhe in diesem Jahr sein Jubiläum bereits mit mehreren dezentralen Veranstaltungen. Am Donnerstag, 19. Oktober, folgte der Festakt mit einem Gottesdienst in der Christuskirche und anschließendem Empfang im Albert-Schweitzer-Saal.
Beatrix Wieß, Vorstandsvorsitzende des Aufsichtsrats des Diakonisches Werks, Diakoniedirektor Wolfgang Stoll beim Festempfang zu 100 Jahre Diakonie Karlsruhe
Die Diakonie Karlsruhe, 1923 als "Evangelische Jugend- und Wohlfahrtsdienst" gegründet, ist mit ihren vielgestaltigen sozialen Angeboten an ganz unterschiedlichen Orten in der Fächerstadt präsent. Dabei hat das Werk das Ziel im Blick, gemeinsam für ein gutes Miteinander zu arbeiten, wie Beatrix Wieß, Vorsitzende im Aufsichtsrat des Diakonischen Werks Karlsruhe, während des Festakts im Albert-Schweitzer-Saal betonte. „Die Diakonie leistet damit einen wertvollen Beitrag zum Wohle der Menschen in unserer Stadt“.
Gründung 1923 als „Evangelischer Jugend- und Wohlfahrtsdienst“
Auf die Zeit der Gründung, die eine Zeit der Notlagen war, ging Diakoniedirektor Pfarrer Wolfgang Stoll zu Beginn des Gottesdienstes in der Christuskirche ein: “Auch heute finden wir uns in einer Welt der multiplen Krisen wider. Corona, der Krieg in der Ukraine und die Energiekrise machen den Menschen in Karlsruhe und der ganzen Welt schwer zu schaffen”, spannt Stoll den Bogen zum Heute.
Dekan Dr. Thomas Schalla bedankte sich bei den Mitarbeitenden der Diakonie für ihren Einsatz für Menschen in Not- und Krisenzeiten: Die Diakonie ist tätige Nächstenliebe und sorgt dafür, „dass der Wärmestrom des Evangeliums nicht versiegt“, sagte der Dekan zum Abschluss der Predigt, in der drei Tätigkeitsfelder der Diakonie exemplarisch vorgestellt wurden.
Hilfe für Menschen in Not- und Krisenzeiten an 22 Standorten in Karlsruhe
„Näher als du denkst“ – Das ist das Motto der Diakonie für ihr Jubiläumsjahr und Spiegel ihrer Arbeit. Die Diakonie begleitet Menschen in Lebens- und Notlagen von der Geburt (Babyklappe, Schwangerschafts- und Familienberatung) bis zum Tod (Karlsruher Hospizdienst). Sie berät im Fall von Arbeits- und Wohnungslosigkeit, betreut Suchtkranke und unterstützt Familien, Jugendliche und Seniorinnen in ihrem Alltag. In den vergangenen Jahren ist noch die Gemeinwesenarbeit mit ihren Sozialdiakonischen Zentren, Quartiersprojekten und den Kinder- und Familienzentren sowie den Nachbarschaftslotsen hinzugekommen.
Das wahrscheinlich größte “Markenzeichen” jedoch sind die Secondhand Kaufhäuser “Kashka” und “Déjà-vu”, mit einer großen Spendenannahme und Zentralsortierung. Dort erhalten Personen einen Zugang zum Arbeitsmarkt, die es anderswo schwer haben. Im Diakonischen Werk Karlsruhe arbeiten heute mehr als 170 hauptamtliche Mitarbeitende an 22 Standorten in der Stadt in mehr als 20 Fachbereichen.