Pfarrerin Martina Tomaïdes in die Emmausgemeinde eingeführt

- 26.02.2024 - 

Mitten hinein in die Passionszeit fällt für die Evangelische Emmausgemeinde Karlsruhe ein freudiges Ereignis: Am Sonntag, dem 25. Februar, durften die Gemeindeglieder zusammen mit vielen Gästen aus der Region ihre neue Pfarrerin Martina Tomaïdes begrüßen. Bereichert wurde der festliche Gottesdienst musikalisch vom Holzflötenensemble Karlsruhe unter der Leitung von Martin Heidecker und der Gospelchor Emmaus-Voices unter der Leitung von Chie Honda, zwei der musikalischen Gruppen der evangelischen Gemeinde in der Waldstadt. 

Die Einführung nahm Dekan Dr. Thomas Schalla vor. In seiner Ansprache nahm der Dekan den Bezug auf zur Passionszeit und legte die Losung für den Sonntag aus, in der der Apostel Paulus sagt: „Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ (Röm 5,8).
 
Sterben und Auferweckung Jesu sind die Grundlage für das Reden von Gott und den Menschen. Die Liebe Gottes erweise sich auf dem Weg von Karfreitag bis zum Ostermorgen als stärker als der Tod und setze zugleich alle die ins Recht, die heute unter Gewalt, Vertreibung, Krieg leiden. Theologinnen und Theologen erinnerten die Gemeinden daran, dass Buße, Umkehr, Vergebung und Neuanfang nicht in eigenen Händen liege. “Es ist Gottes Werk an uns. Aber wir sind die, die darauf hinweisen, die verkündigen, dass das Reich Gottes nahe herbeigekommen und Umkehr möglich ist, zur Not auch täglich wieder neu. Du, liebe Martina, wirst nun das Amt der Versöhnung in der Emmausgemeinde als Dienst an den Menschen leben und auslegen.” 
 
Zum Ankommen heißt es erst einmal Kontakte zu knüpfen und zuzuhören
In ihrer Predigt sprach Pfarrerin Tomaïdes vom Ankommen, von dem man nach zweieinhalb Wochen nach dem Umzug von Wössingen in die Waldstadt und einigen noch vollen Kisten freilich nicht reden kann. “Ankommen heißt für sie erst einmal, kennenzulernen, wer alles in der Gemeinde und im Stadtteil lebt, und zuzuhören, um zu erfahren, was dran ist. “Ich sehe meine Aufgabe darin, von der Hoffnung zu reden und sie zu bezeugen und für ein gutes Miteinander zu sorgen”.  
 
Martina Tomaïdes ist Karlsruhe und Umgebung selbst nicht unbekannt. So hat sie ihr Lehrvikariat in Rüppurr und ihr Pfarrvikariat in Weingarten absolviert. In ihrer ersten Pfarrstelle in der Evangelischen Kirchengemeinde Wössingen war sie zuletzt 13 ½ Jahre tätig. Geboren und aufgewachsen ist sie in Bruchsal.
 
Dank an Pfarrer Rennig und den Ehrenamtlichen für ihr Engagement in Vakanzzeit
Mit ihrer Berufung in die Emmausgemeinde endet auch eine 1 ½-jährige Vakanzzeit, die von Pfarrer Andreas Rennig aus der Laurentiusgemeinde Hagsfeld und einem großen Engagement der Ehrenamtlichen ausgefüllt wurde. Dekan Schalla dankte im Gottesdienst ausdrücklich den Ältesten und allen Ehrenamtlichen und “beinahe Hauptamtlichen” sowie Vakanzvertreter Rennig für diesen Dienst in den zurückliegenden Monaten. “Sie haben dazu beigetragen, dass der Stern der Emmausgemeinde die Menschen zu Gott führt – auch in der Zeit der Vakanz.” 
 
“Ich freue mich darüber, dass wir dich in Karlsruhe nun als neue Kollegin an der Seite haben. Wir sind angewiesen auf deine Erfahrungen und Perspektiven für die Entwicklung der Kirche in allen ihren Gestalten, in der Gemeinde und im Stadtkirchenbezirk”, sagte Dekan Thomas Schalla abschließend. Es folgte langanhaltender Applaus. Nach dem Gottesdienst gab es Gelegenheit, bei einem Sektempfang mit Kaffee und Kuchen mit der neuen Pfarrerin ins Gespräch zu kommen.