Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Rassismus und Rechtsruck“ ruft das „Netzwerk gegen Rechts“ gemeinsam zum Abschluss der „Woche gegen Rassismus“ am Samstag, 23. März 2024, um 14 Uhr auf dem Friedrichsplatz Karlsruhe auf. Die Kundgebung wird mit Redebeiträgen und Kulturbeiträgen vorbereitet. Außerdem gibt es Infostände vieler beteiligter Gruppen zum Thema. Die Evangelische Kirche in Karlsruhe, eine der 40 Netzwerkpartnerinnen, ruft auf, sich an der Demonstration zu beteiligen. Die ökumenische Citykirchenarbeit "Fächersegen" wird auch mit einer eigenen Aktion vertreten sein.
Demonstration für Menschenrechte auf dem Friedrichsplatz
- 20.03.2024 -
Dazu sagt Dekan Dr. Thomas Schalla: „Der christliche Glaube muss heute mittendrin in den Konflikten auch politische Hoffnung stiften.“ Es sei wenig ermutigend, dass die Konflikte weltweit die Menschen voneinander trennen; dass der Hass wieder fröhliche Urstände feiert; dass der Antisemitismus in Deutschland auf brutale Weise Jüdinnen und Juden wieder zu Opfern macht. Dass statt Dialog und Verstehen wieder die stete Gewaltbereitschaft die Oberhand behält – in Worten und Taten. „Ich möchte, dass die Kirche dafür einsteht, dass nicht nur im Nahen Osten, sondern auch hier Kulturen, Religionen und Nationen in Frieden leben können und Menschen als Menschen miteinander verbunden bleiben. Ich glaube es ist Zeit, auch als Kirchen wieder laut und deutlich zu sagen: Geht die Demokratie wählen und wählt die Demokraten!“
Im Ankündigungstext des „Netzwerk gegen Rechts“ heißt es weiter: Aufstehen und öffentlich Gesicht zu zeigen gegen rechte Ideologie, rassistische Hetze und Ausgrenzung darf keine Einzelaktion sein und bleiben. Menschenrechte sind nicht nur Worte, sondern diese müssen täglich mit Leben und Inhalt gefüllt werden. Menschen, die hier leben, gehören auch hierher – unabhängig unter anderem von ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft und ihrem Aufenthaltsstatus, ihrer Religion oder ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität. Sich gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft zu stellen, bedeutet zwingend, sich auch gegen alle Formen von Rassismus zu stellen, denn Rassismus ist fester Bestandteil rechter Ideologie.
Auch die Ökumenische Citykirchenarbeit "Fächersegen" ist mit einer Aktion auf der Demonstration vertreten. Sie will mit drei schwebenden Ballonhähnen und 144 verteilten Eiern einen erkennbar christlichen Akzent setzen. Der Hahn geht zurück auf die biblische Geschichte, in der der Jünger Petrus Jesus dreimal verleugnet, bevor der Hahn krähte. Gerade weil man wisse, wie herausfordernd es mit der Nächstenliebe ist, wolle man sich bewusst mit einem dreifachen „Ja“ darauf mit den anderen auf der Kundgebung verbünden. Das dreifache „Nein“ des Petrus beim Hahnenschrei sei das warnende Beispiel.
„Wir stehen hinter dem gemeinsamen Anliegen, alle Menschen ohne Ansehen ihrer Herkunft zu achten und in unserer offenen Gesellschaft mit allen respektvoll zusammen zu leben“, so Pastoralreferent Alexander vom fächersegen, „in den Chor der vielen anti-rassistischen Stimmen in Karlsruhe wollen wir unseren christlichen Akzent setzen“. Für den evangelischen Citypfarrer Dirk Keller und das ganze Team gehört die Nächstenliebe zu den unverwechselbaren Kernpunkten des christlichen Glaubens. Schon allein das Wort drücke die Innigkeit und Verbundenheit mit allen Menschen als Herzensanliegen im Zusammenleben aus.
Das Fächersegen-Team möchte auf der Demonstration 144 bunte Eier mit dem Motto „3x Ja“ zur Nächstenliebe verteilen. In der Bibel sei die 144 (12x12) die symbolische Zahl für die vollkommene Gruppe. So sei die Karlsruher Gesellschaft eben so vollkommen, wenn es gemeinsam gelinge, in Nächstenliebe und menschenwürdig zusammenzuleben.









