Wie viel Spaß es machen kann, gutes und gesundes Essen selbst zuzubereiten, das haben die Kinder der evangelischen Kita sowie die Jugendlichen im Hort Nussbaumweg erfahren, als das Kinderkochmobil Mitte März bei ihnen Station machte. An fünf Tagen fanden in dem als mobile Küche gebauten Wohnwagen mehrere Workshops statt.
Das Kinderkochmobil gibt es seit 2019 und ist aus einer Initiative des Karlsruher Vereins Tischlein Deck Dich entstanden. Es kommt in Kitas und Schulen zum Einsatz, um den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, wie gute Ernährung, Nachhaltigkeit und Genuss zusammengehen. Schon allein die Ausstattung kann sich sehen lassen: Es gibt eine große Arbeitsfläche, Herd und Backofen sowie Schränke für das nötige Kochzubehör. Alles kindgerecht und aus nachhaltigen Rohstoffen gebaut. Fachkundige und pädagogisch geschulte Anleitung gibt es von zwei Workshop-Leitern des KiKoMo rund um Projektleiterin Veronika Pepper.
In den Workshops lernen die Kinder Arbeitsabläufe in der Küche kennen und erfahren, mit welchen Utensilien wie gearbeitet wird. Sie hören viel über die Auswahl gesunder Lebensmittel und wie man sich hygienisch in der Küche verhält. Und ganz wichtig: Am Ende der jeweiligen Kochsession haben sie ein Erfolgserlebnis, wenn sie ihr selbst gekochtes Essen in den Händen halten.
In dieser Woche werden Vollkornbrötchen gebacken. Dampfend heiß warten die mit Kürbiskernen verzierten Brötchen darauf, von den Kindern verspeist zu werden, als sie aus dem Backofen der mobilen KiKoMo-Küche kommen. Verziert mit Kräuterquark, Bio-Käse oder Butter schmecken sie so richtig gut. Es ist ein tolles Erlebnis für die Kinder.
Die Brötchen und das Rezept nehmen sie mit nach Hause, um es stolz ihren Eltern zu zeigen: Hier seht, das habe ich gemacht oder: Das schmeckt richtig gut. Damit die Eltern es auch einmal nachkochen. “Eltern erreicht man gut über die Kinder”, weiß Kita- und Hort-Leitung Jens Hagner. Gerade bei sozial schwächeren Familien, von denen es im Viertel einige gibt, sei Fast Food und Fertigprodukte immer wieder ein Thema. “Wo wir es sehen, sprechen wir es auch an”.
In der Projektwoche sieht Jens Hagner eine gute Gelegenheit, Kinder mit unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft im nachhaltigen Umgang mit ihrer Umwelt zu schulen und zu sensibilisieren und sie gleichzeitig in ihren Fähigkeiten zu bestärken.