Bündnis für Menschenrechte und Demokratie in Karlsruhe gegründet
- 09.04.2024 -
Mehr als 40 Karlsruher Initiativen, Kirchen, Religionsgemeinschaften, Parteien, Verbände, Vereine und Institutionen haben sich zum Bündnis für Demokratie und Menschenrechte zusammengeschlossen. Auch die Evangelische Kirche in Karlsruhe ist dem Bündnis beigetreten. Übergreifendes Ziel ist die Demokratiestärkung in der Region.
Mehr als 40 Karlsruher Initiativen, Kirchen, Religionsgemeinschaften, Parteien, Verbände, Vereine und Institutionen haben sich zum Bündnis für Demokratie und Menschenrechte zusammengeschlossen. Dieser breite zivilgesellschaftliche und überparteiliche Zusammenschluss betont das gemeinsame Eintreten für die freiheitlich-demokratische Grundordnung. In der am 08. April veröffentlichten gemeinsamen Erklärung positionieren sich die Bündnispartner für ihre namensgebenden Werte. Das Bekenntnis zur Menschenwürde sowie zum Demokratie-, Rechtsstaats- und Sozialstaatsprinzip eint die vielfältigen Akteure aus der Karlsruher Stadtgesellschaft.
Auch die Evangelische Kirche in Karlsruhe ist dem breiten Bündnis beigetreten und sieht sich den Zielen des Bündnisses verpflichtet. „Die Evangelische Kirche setzt sich für eine demokratische und rechtsstaatliche Gesellschaft ein. Die Würde des Menschen ist die Grundlage unseres politischen, gesellschaftlichen und diakonischen Engagements. In ihr erkennen wir eine Gabe Gottes, die allen Menschen zukommt. Mit ihr verbindet sich der Auftrag Gottes, uns für den Erhalt der Schöpfung, für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen“, erklärt Dekan Dr. Thomas Schalla.
Als übergreifendes Ziel hat sich das Bündnis der Demokratiestärkung in der Region verschrieben. Dafür werden Anstrengungen gebündelt, die Zusammenarbeit der Bündnispartner intensiviert und Bildungs- sowie Beteiligungsangebote in den Mittelpunkt gestellt. Gesellschaftlicher Zusammenhalt allgemein – in Karlsruhe und darüber hinaus – wird durch die Arbeit des Bündnisses sichtbarer werden und Begeisterung für Demokratie und Menschenrechte verbreiten. Ganz bewusst sind die Ziele des Bündnisses langfristig angesetzt. Eine nachhaltige Wirkung in die Stadtgesellschaft sowie die Etablierung des Bündnisses als Organisation und Plattform sind Anliegen aller Bündnispartner.
Das FÜR im Fokus
Im Bündnis für Demokratie und Menschenrechte Karlsruhe ist ein buntes Spektrum an gesellschaftlichen Institutionen und Organisationen vertreten, das in seiner Breite bisher einzigartig ist. Es wurde herausgearbeitet, dass das gemeinsame Eintreten für demokratische Werte den Wesenskern der neuen Zusammenarbeit ausmacht. In der gemeinsamen Erklärung heißt es beispielsweise: „Wir setzen uns für ein diskriminierungsfreies und friedliches Miteinander aller Menschen in Karlsruhe und anderswo ein, unabhängig von ihrer Herkunft, Religion, sexuellen Identität und weiteren Merkmalen.“
In einer Zeit, in der rechtsextremistische und menschenfeindliche Bestrebungen eine fundamentale Bedrohung für die Menschen, die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt darstellen, verteidigt das Bündnis die Grundwerte der Demokratie und zeigt Haltung gegen Hass und Hetze.
Die detaillierte Liste der Gründungsmitglieder des Bündnisses kann auf der Website eingesehen werden.
Wie geht es weiter?
Nach der gemeinsamen Erarbeitung von Zielen sowie der Grundsatzerklärung des Bündnisses stehen nun konkrete Planungen für Angebote und Aktionen an. Eine wichtige Rolle spielt dabei der 75. Jahrestag des Grundgesetzes am 23. Mai. In diesem Rahmen wird eine erste öffentlichkeitswirksame Aktion des Bündnisses für Demokratie und Menschenrechte durchgeführt. Weitere Anlässe für Veranstaltungen werden die Kommunal- und Europawahlen am 09. Juni sein, darüber hinaus ist ein „Demokratie-Barcamp“ für Karlsruherinnen und Karlsruher geplant. Eine wichtige Rolle spielt weiterhin die interne Netzwerkarbeit. Kräfte bündeln und Kooperationen ermöglichen, lautet das Motto.
Interessierte Bürger*innen aus Karlsruhe und Umgebung sind aufgerufen, den Newsletter des Bündnisses für Demokratie und Menschenrechte Karlsruhe zu abonnieren. So ist sichergestellt, dass keine Neuigkeit, kein Aufruf und keine Einladung verpasst wird. Im Newsletter werden außerdem die Bündnispartner, ihre Motivation und Angebote vorgestellt.