Im Vorfeld der Wahlen: Dekanatskonvent trifft Kommunalpolitiker

- 07.05.2024 - 

Vor den anstehenden Kommunal- und Europawahlen am 9. Juni trafen sich Vertreterinnen und Vertreter des Karlsruher Gemeinderates mit Karlsruher Pfarrerinnen und Pfarrern der evangelischen Gemeinden zu einem Gedankenaustausch. In dem Gespräch ging es um gegenseitige Erwartungen, ebenso um konkrete gesellschaftliche Themen. Demokratie und Menschenrechte, der Umgang mit der AfD und das Erstarken rechtsextremer Parteien waren nur einige der Themen, die für anregende Gespräche sorgten.  

Besondere Schnittmengen fanden sich in der Ausgestaltung einer zukunftsfähigen Quartiersarbeit, im gemeinsamen Agieren für eine gestärkte Demokratie und im gemeinsamen Ringen um die Weiternutzung freiwerdender kirchlicher Liegenschaften, die im Zuge des Veränderungsprozess “Kirche 2030” auch weiterhin für den öffentlichen Raum zugänglich gehalten werden sollen.  
 
„Ich freue mich über die gut gepflegten Beziehungen zwischen Kirche und Politik in Karlsruhe. Uns verbindet das gemeinsame Interesse an einem lebendigen Zusammenhalt in unserer Stadt. Es kommt dabei auf jeden einzelnen an und auf möglichst gelingende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Ich bin dankbar für das große ehrenamtliche Engagement in den Parteien für unsere Stadt”, erklärt Dekan Dr. Thomas Schalla. 
 
Das Gespräch fand Ende April im Gemeindehaus der evangelischen Gemeinde Zum Guten Hirten in Karlsruhe-Rintheim statt. Die Gesprächspartner aus dem Karlsruher Gemeinderat waren: Christine Großmann (Die Grünen), Margot Döring (Karlsruher Liste), Tilmann Pfannkuch und Dr. Thomas Müller (beide CDU), Friedemann Kalmbach (Für Karlsruhe) und Tom Hoyem (FDP). Die AfD wurde dazu nicht eingeladen. 
 
Der Austausch zwischen kirchlichen und politischen Akteuren in Karlsruhe soll fortgesetzt werden. Die Idee auf Seiten des Evangelischen Dekanats ist es, sich ab 2025 einmal im Jahr mit Vertreterinnen und Vertretern der kommunalen Politik über die gemeinsamen Themen auszutauschen und zu beraten. Das Themenspektrum reicht dabei von Diakonie über Kindertageseinrichtungen bis zur Quartiersarbeit