Pfarrerin Kira Busch-Wagner wird am Sonntag, dem 16. Juni 2024, in einem Gottesdienst um 16 Uhr aus der Pfarrstelle der Trinitatisgemeinde von Dekan Dr. Thomas Schalla verabschiedet. Auf Bitten des Dekans wird sie zur Unterstützung insbesondere der evangelischen Gemeinde Bergdörfer und im Kooperationsraum Ost (Aue, Durlach, Grötzingen) einen besonderen Dienstauftrag übernehmen.
Quelle: privat
Dazu gehört auch, die Partnerschaftsarbeit der Evangelischen Kirche in Karlsruhe und die Pflege der ökumenischen Beziehungen innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Karlsruhe weiterzupflegen und voranzutreiben. Kira Busch-Wagner ist Mitglied in der ACK Karlsruhe und übernahm turnusgemäß den Vorsitz in den Jahren 2022 und 2023. In diese Zeit fiel auch die Aufnahme der Neuapostolischen Kirche als neues Mitglied. Zum Ökumenischen Rat der Religionen, dem Weltkirchentreffen, das 2022 in Karlsruhe tagte, brachte die ACK einen mehrsprachigen Kirchenführer für Karlsruhe heraus.
Engagement in den ökumenischen Beziehungen der Kirchen und Gemeinschaften und für die Friedensdekade
In der Evangelischen Kirche in Karlsruhe engagiert sich vor allem die Trinitatisgemeinde Durlauch-Aue für die jährlich stattfindende Ökumenische Friedensdekade. Für die jeweiligen Eröffnungsgottesdienste in der Trinitatiskirche konnte Kira Busch-Wagner mit dem ehemaligen ZKM-Vorstand Peter Weibel (2022), dem damaligen Bundestagsabgeordneten Michel Brandt (2020) oder mit Jochen Mauer (2023), der u.a. Beauftragter für das christlich-jüdische Gespräch der Evangelischen Landeskirche in Baden ist, Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Kirche gewinnen.
Mit Busch-Wagners Stellenantritt vor fünf Jahren galt es für den Ältestenkreis und die Trinitatisgemeinde, die Kooperation in der Region Ost zu intensivieren – ein Prozess, der mit dem seit Anfang 2024 neu gebildeten Kooperationsraums Ost (hinzugekommen ist nun auch die Gemeinde Bergdörfer mit den fünf Karlsruher Höhenstadtteilen) weitergeführt werden wird. Weiterhin beschäftigte den Ältestenkreis der Transformationsprozess “Kirche 2030” und die Frage, wie es mit den kirchlichen Gebäuden, insbesondere mit der Trinitatiskirche, weitergehen kann. Seit November 2023 herrscht mit dem Beschluss des Stadtkirchenrats nun Gewissheit: Die Kirche ist auf “rot” gesetzt und eine landeskirchliche Finanzierung nicht mehr möglich.
Zudem ist sicher, dass die Pfarrstelle in der Trinitatisgemeinde zukünftig nicht mehr mit 1,0 Deputaten ausgeschrieben werden wird. “Die Anpassung der Pfarrstellen im Kooperationsraum wird durch den Stellenwechsel von Pfarrerin Busch-Wagner schneller und reibungsloser möglich“, erklärt Dekan Schalla im Vorfeld der Verabschiedung dazu.
Im Mai mit der Gemeinde 60 Jahre Trinitatiskirche Aue gefeiert
In den zurückliegenden fünf Jahren in Aue war es Kira Busch-Wagner wichtig, Pfarrerin für alle zu sein, die sich der Trinitatisgemeinde - in unterschiedlicher Intensität - zugehörig fühlten. “In besonderer Weise bedanke ich mich bei der Leitung der Kita und dem ganzen Team einschließlich dem Elternbeirat, meinen Kolleginnen und Kollegen im Kooperationsraum Ost und im Stadtkirchenbezirk. Und ich danke für die gute Zusammenarbeit im Stadtteil mit den kirchlichen und kommunalen Institutionen. Gerne hätte ich noch etwas mehr aus der Geschichte der Gemeinde erfahren – gerade jetzt, wo das Kirchengebäude 60 Jahre alt geworden ist!”, erklärt Kira Busch-Wagner, die noch im Mai mit zwei Gottesdiensten das Jubiläum der Trinitatiskirche gefeiert hat.
Im Gottesdienst am 16. Juni 2024 wird auch die ehemalige Sekretärin der Trinitatisgemeinde, Frau Jessica Münz, verabschiedet. Ihre Nachfolge trat am 1. Juni 2024 Frau Veronika Lutz an.