Abschied von der Gemeinde mit viel Musik

- 16.07.2024 - 

Mit einem musikalisch reichgestalteten Singgottesdienst verabschiedete sich Susanne Labsch am 14. Juli als Pfarrerin an der Christuskirche. Zehn Jahre lang, seit 2014, ist sie Pfarrerin an der Christuskirche am Mühlburger Tor und hier insbesondere in der Kirchenmusik und Ökumene aktiv. Für ihren Abschiedsgottesdienst suchte sich Labsch, die passionierte Chorsängerin ist und von 2017-2023 Vorsitzende des Kirchenchorverbandes war, geistliche Lieder und Spirituals aus, die sie auf ihrem 40-jährigen Berufsweg begleiten.

Für ihren Abschiedsgottesdienst suchte sich Labsch, die passionierte Chorsängerin ist und von 2017-2023 Vorsitzende des Kirchenchorverbandes war, geistliche Lieder und Spirituals aus, die sie auf ihrem 40-jährigen Berufsweg begleiten. Musikalisch unterstützt wurde sie dabei vom Oratorienchor und dem Bläserkreis an der Christuskirche, Kantor Peter Gortner sowie von Carsten Wiebusch an der Orgel.
 
Ihre Freude an der Kirchenmusik konnte sie auch in ihre Arbeit als Pfarrerin an der Christuskirche einbringen, unter anderem bei zahlreichen Kantatengottesdiensten und weiteren kirchenmusikalischen Veranstaltungen, die in der Zusammenarbeit mit Kantor Peter Gortner und ihrer Kollegin an der Christuskirche, Gabriele Hug, entstanden. Oder auch beim landeskirchlichen Chorfest 2022 in Karlsruhe. 
Ökumene zieht sich wie roter Faden durch Biografie
Die Ökumene, das zweite große Thema für Pfarrerin Susanne Labsch, zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Biografie: Nach ihrem Theologie-Studium in Bielefeld-Bethel, Göttingen und an der Waldenserfakultät Kampen/Niederlanden sowie ihrer Ordination 1986 begann Susanne Labsch als Pfarrerin in der Waldenserkirche in Torre Pellice, Piemont. Im Jahr 1990 kehrte sie nach Baden zurück, an den deutsch-französischen Grenzort Kehl, wo sie u.a. die innerbezirkliche Ökumene und die grenzüberschreitenden Beziehungen nach Frankreich pflegte. Ab 2000 bis 2014 leitete Susanne Labsch den Arbeitsbereich Mission und Ökumene der Badischen Landeskirche. In dieser Funktion pflegte sie insbesondere die Beziehungen zu Kirchen in Europa und Übersee, begleitete ökumenischen Mitarbeitende in der Landeskirche und vertrat die Landeskirche in verschiedenen Gemeinschaftswerken in der EKD. 
Ökumene rund um das Mühlburger Tor gepflegt
Als Pfarrerin an der Christuskirche pflegte sie u.a. die Ökumene rund um das Mühlburger Tor zusammen mit der Alt-Katholischen Gemeinde, den Katholiken, der evangelisch-lutherischen (ELKiB) Gemeinde, den Methodisten und der niederländischen Gemeinde. Einer der Höhepunkte war für Susanne Labsch die Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) in Karlsruhe 2022. In dem umfangreichen Programm bildete die Christuskirche das Ökumenische Zentrum sowie das Zentrum für Musik und war Anziehungspunkt für zahlreiche Konzerte, Gespräche und Workshops. “Die ökumenische Weite war dir immer ein Anliegen”, sagte Dekan Dr. Thomas Schalla im Verabschiedungsgottesdienst. “Unglaublich ist auch deine große Gastfreundschaft, die fast mediterran anmutet”, hob der Dekan hervor. Insofern passe auch der Wochenspruch (Epheser 4, 1-7) sehr gut, indem es darum geht, dass aus Gästen und Fremdlingen Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen werden. 
 
Zum 1. September geht Pfarrerin Susanne Labsch nun in den Ruhestand. Was hätte sich die scheidende Pfarrerin an der Christuskirche noch mehr gewünscht? Da fallen Susanne Labsch unter anderem die mehrsprachigen Gottesdienste ein, die zu einer internationalen Stadt wie Karlsruhe, mit dem KIT und weiteren internationalen Einrichtungen, auch sehr gut passen würden.