Evangelische Pfarrgemeinden vertiefen Kooperationen

- 08.04.2025 - 

Die Gemeinden der Evangelischen Kirche in Karlsruhe werden in Zukunft enger in Kooperationsräumen zusammenarbeiten. Seit dem 1. Januar 2024 gibt es davon im Karlsruher Stadtkirchenbezirk insgesamt fünf. Nachdem die ersten Kooperationsvereinbaren erstellt sind, werden nun konkrete Schritte aufeinander zu gegangen. 
 

Vertreterinnen und Vertreter aus den fünf Gemeinden der Regio Ost
Das betrifft vor allem die Hauptamtlichen, die Ältestenkreise und die Verwaltung, aber auch das Gemeindeleben. Ziel ist angesichts von absehbar weniger finanzieller Mittel, Rahmenbedingungen für eine „Kirche 2030“ zu schaffen, in der Kirche Menschen nach wie vor an Lebensstationen begleiten kann und Formen christlichen Lebens möglichst vielfältig gelebt werden.  
 
Gemeinden werden in ihrer Region stärker zusammenarbeiten
Dabei bleiben die Gemeinden bestehen, gleichzeitig wird es eine engere Zusammenarbeit innerhalb der jeweiligen Region geben. In der Regio Ost hat sich am 22. März 2025 die Synode der Region-Ost als erste Regio-Synode in Karlsruhe konstituiert. Zu ihr gehören die Pfarrer und Pfarrerinnen, Diakone und Diakoninnen sowie die Kirchenältesten aus den Gemeinden Bergdörfer, Grötzingen, Luther-Melanchthon, Trinitatis-Aue und Stadtkirchen-Gemeinde Durlach. Dr. Cornelia Puskas wurde zur Vorsitzenden gewählt, Ulrike Aydt ist stellvertretende Vorsitzende.
  
Ideen entwickelt, wie die Regionalisierung gelingen kann

Unter der Moderation von Andrea Katz und Jürgen von Oertzen hat die Synode erste Ideen entwickelt, wie kirchliches Leben in der Region-Ost in Zukunft aussehen kann. Außerdem hat die Regio-Synode aus ihrer Mitte die Mitglieder des zukünftigen Regiorates gewählt. Zu diesem gehören jeweils drei oder vier Vertreter der einzelnen Ältestenkreise sowie qua Amt die geschäftsführenden Pfarrer der Gemeinden sowie Diakonin Ulrike Aydt. Der Regiorat ist vor allem für Fragen der Liegenschaften und der Koordinierung von Terminen zuständig. Daneben treffen sich die Hauptamtlichen der Region regelmäßig und arbeiten eng zusammen. 
 
Region und Gemeinde sollen sich gegenseitig bereichern und nicht ausschließen

Ideen, wie die Regionalisierung gelingen kann, und konkrete Angebote werden derzeit entwickelt und diskutiert. Leitend dabei ist: Region und Gemeinde vor Ort schließen sich nicht aus, sondern bereichern sich gegenseitig, zum Beispiel indem Angebote in den einzelnen Gemeinden stärker für die Region geöffnet und auch in der Region beworben werden. Daneben gibt es Angebote, die in der gesamten Region verortet sind. Dazu zählen zum Beispiel der bereits Tradition gewordene gemeinsame ökumenische Gottesdienst im Schlossgarten Durlach am Pfingstmontag und die Aktion „traut euch“, die erstmals am 28. Juni 2025 in der Region-Ost stattfinden wird. In der Stadtkirche Durlach wird es dann zeitgleich zur Kleinen Kirche Karlsruhe für Paare die Gelegenheit geben, sich spontan trauen oder segnen zu lassen.  
 
Der Weg der Regionalisierung bringt viele Herausforderungen mit sich. Die erste Sitzung der Regio-Synode Ost hat Mut gemacht, dass dieser Weg gelingen kann. Die Region-Ost wächst zusammen. Weitere Regionen machen sich gemeinsam auf den Weg.  
 
(Maria Götz/red. M. Mickein)