Sexualisierte Gewalt ist Thema auf Stadtsynode

- 02.05.2025 - 

Die Stadtsynode trifft sich am Freitag, dem 16. Mai 2025, um 18 Uhr im Albert-Schweitzer-Saal (Reinhold-Frank-Straße 48), zu ihrer zweiten Tagung in diesem Jahr. Zentrales Thema der Tagung wird die Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen im Raum der Evangelischen Kirche und deren Prävention sein.  

Dazu setzen sich die rund 80 Delegierten aus den evangelischen Gemeinden, Diensten und Werken mit der Anfang 2024 veröffentlichten Aufarbeitungsstudie ForuM zu sexualisierter Gewalt und anderer Missbrauchsformen in der Evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland auseinander. Diese hat ein jahrzehntelanges Versagen der evangelischen Kirche und der Diakonie auf allen Ebenen und in allen Landeskirchen offengelegt. „Sexualisierte Gewalt gehört zur Realität unserer Kirche und unserer Diakonie. Diese Einsicht nimmt uns in die Pflicht. Wir übernehmen die Verantwortung“, heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme der 20 Landeskirchen und des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie des Bundesvorstandes der Diakonie Deutschland. 
 
Verantwortung übernehmen heißt aber nicht nur, das erfahrene Leid der Betroffenen wahrzunehmen, sondern auch künftigen Missbrauch zu vermeiden. Die Synodalen werden deshalb auch über bereits geltende und noch zu erarbeitende Schutzkonzepte und Schulungen für alle in Leitungsverantwortung stehenden Personen sprechen. Über beide Aspekte wird Landesbischöfin Prof. Dr. Springhart berichten, die an diesem Abend in der Stadtsynode zu Gast sein wird und sich auf einen regen Austausch mit den Synodalen freut. 
 
Weiteres Thema des Abends ist der Bericht des Bildungsausschusses zur Frage, wie in der Evangelischen Kirche in Karlsruhe die Perspektiven auf und von Kindern und Jugendlichen verankert werden und welche Maßnahmen erforderlich sind, damit die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auch zukünftig gesichert ist. Hierzu hat der Bildungsausschuss eine Reihe von Vorschlägen erarbeitet, die diskutiert und beschlossen werden sollen. 
 
Und mit Blick auf den nächsten Doppelhaushalt 2026/2027 sind die Budgetregeln zu beschließen, die der Finanzausschuss und der Bauausschuss erstellt haben.