Mit einem Konzert am 9. November im Tollhaus und einer Mahnwache vor der ehemaligen Synagoge am 10. November wird der Reichpogromnacht vor 87 Jahren in Karlsruhe gedacht. Es lädt ein die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, die Jüdische Kultusgemeinde Karlsruhe mit weiteren Institutionen aus der Fächerstadt.
Das Diplomatische Streichquartett aus Berlin
Auf zwei Veranstaltungen weist die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Karlsruhe e.V. besonders hin: Am Sonntag, 9. November 2025, um 19 Uhr gibt es eine Gedenkveranstaltung „87 Jahre nach der Reichspogromnacht“ im Kulturzentrum Tollhaus, Alter Schlachthof 35, 76131 Karlsruhe. Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, wird als Gast erwartet und einen Vortrag halten und das Diplomatische Streichquartett aus Berlin ein Konzert geben. Die Begrüßung spricht Erik Balter, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Karlsruhe.
Und am Montag, 10. November 2025, wird zu einer Mahnwache in der Zeit von 9.30 bis 17.00 Uhr am Platz der ehemaligen Synagoge, Kronenstraße 15, 76133 Karlsruhe aufgerufen. Es beteiligen sich Schülerinnen und Schüler der Drais-Gemeinschaftsschule Karlsruhe, Lerngruppe 10a unter dem Thema: „Die Würde des Menschen ist unantastbar – 87 Jahre nach der Reichspogromnacht.“ Gemeinderabbiner der Jüdischen Kultusgemeinde Karlsruhe, Dr. David Vinitz, wird ein Gedenkgebet für die Ermordeten um 14 Uhr sprechen.
Beide Veranstaltungen bilden den Auftakt zu den Jüdischen Kulturwochen, zu denen die Jüdische Kultusgemeinde Karlsruhe und andere Institutionen in Karlsruhe vom 9. bis 30. November 2025 einlädt. Das gesamte Projekt finden Sie im Link am Ende dieses Beitrags.
Hinzuweisen ist in dem Zusammenhang auch auf einen Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche am 9. November, um 10 Uhr. In diesem Gottesdienst wird an die Reichspogromnacht und die jüdischen Opfer von Hass und Gewalt erinnert. Unter dem biblischen Motto „Selig sind, die Frieden stiften“ wird nach den Wegen des Gedenkens, des Widerstands – und des Friedens gedacht.Die Stille hat dabei ihren eigenen Raum: als Unterbrechung des Alltäglichen, als Form des Respekts, als Antwort auf das Unbegreifliche.
Musikalisch wird der Gottesdienst mit Klezmer-Musik gestaltet vom Klezmer Touch Trio (Barbara Kohl, Flöte, Saxophon // Helga Betsarkis, Akkordeon // Boris Reznik, Kontrabass und KMD Christian-Markus Raiser (Orgel, Klavier), Liturgie und Predigt: Pfarrerin Claudia Rauch.