Am 1. Advent 2025 fanden in den evangelischen Gemeinden in Karlsruhe sowie in ganz Baden die Kirchenwahlen statt. In der Evangelischen Kirche in Karlsruhe waren 52.748 Wahlberechtigte aufgerufen, ihre neuen Kirchenältesten zu wählen. Die Auszählung ist nun erfolgt und die Ergebnisse stehen fest: 150 Männer und Frauen wurden als Kirchenälteste in die 17 Pfarrgemeinden (ab dem 1.1.2026) der Evangelischen Kirche in Karlsruhe gewählt.
Am 1. Advent fanden Kirchenwahlen in den evangelischen Gemeinden in Karlsruhe und ganz Baden statt
2.378 Mitglieder haben ihre Stimme abgegeben, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 4,5 Prozent. Gewählt wurde anders als noch bei der Kirchenwahl 2019 nicht als Briefwahl, sondern im Rahmen einer Wahlversammlung. Stimmberechtigt waren alle evangelischen Kirchenmitglieder ab 14 Jahren. Allgemeine Kirchenwahlen finden in der Evangelische Landeskirche alle sechs Jahr statt.
Erfreulich ist, dass in den meisten Gemeinden alle Positionen in den Ältestenkreisen wiederbesetzt werden konnten und es geringfügig mehr Kandidierende (161) als zu vergebene Positionen (150) gab. 116 Kirchenälteste haben sich wiederaufstellen lassen; das sind 74 Prozent der Kandidierenden. Immerhin etwas mehr als ein Fünftel der Kirchenältesten (26 %) sind das erste Mal dabei.
Kirchenälteste bilden mit der jeweiligen Pfarrerin oder dem jeweiligen Pfarrer und den Diakoninnen und Diakonen ihrer Gemeinde den Ältestenkreis und damit die Leitung ihrer Gemeinde. Hier werden die Themen, die die Gemeinde bewegt, angestoßen und auf den Weg gebracht.
Kirchenälteste spielen eine entscheidende Rolle bei der Förderung des Gemeindelebens. Sie beteiligen sich an der Gestaltung des Gottesdienstes, organisieren Aktivitäten, schaffen Begegnungsräume und sorgen dafür, dass sich alle Gemeindemitglieder willkommen und einbezogen fühlen. Die Anzahl der Mitglieder im Ältestenkreise variiert. Ein Ältestenkreis besteht je nach Mitgliederzahl der jeweiligen Gemeinde aus 6 bis 15 Mitgliedern. Die Kirchenältesten sind für eine Legislaturperiode von sechs Jahren gewählt.
“In komplizierteren Zeiten sind der Trost des Evangeliums, beheimatende Gemeinden und Christinnen und Christen, die ihren Glauben vorleben, für die Menschen in unserer Stadt besonders wichtig. Sie werden in ihren Gemeinden als Älteste in den kommenden Jahren dazu beitragen, dass Gottes Wort ins Leben gezogen wird und in Gottesdienst, Diakonie, Seelsorge und Gemeindeleben fröhlich gefeiert wird. Damit verbindet sich auch der Dienst am Nächsten und das Einstehen für Frieden und Gerechtigkeit auf unserer Erde”, erklärt Dekan Dr. Thomas Schalla und spricht den Gewählten seinen persönlichen Dank aus für das Engagement und die Bereitschaft, das Amt der Kirchenältesten zu übernehmen.
Nach dem Ende der Einspruchsfrist Mitte Dezember erfolgt die Einführung der Kirchenältesten in ihr Amt in den Gottesdiensten bis Ende Januar 2026.