Klinikseelsorgerin Christina Clotz-Blankenfeld verabschiedet

- 30.01.2026 - 

Die letzten drei Wochen vor ihrem Abschied hatten es für Klinikseelsorgerin Christina Clotz-Blankenfeld noch einmal in sich. Als sie zur Tag- oder Nachtzeit gerufen wurde, um Menschen im “Ausnahmezustand” zu begleiten: Menschen, die eine schwere Diagnose zu verkraften haben, Kinder, die sich in einer lebensbedrohlichen Situation befinden oder junge Menschen, die sich ins Leben zurück kämpfen müssen. Jetzt, nach 15 Jahren als Klinikseelsorgerin im Städtischen Klinikum Karlsruhe, geht Christina Clotz-Blankenfeld in den Ruhestand. 

Als Klinikseelsorgerin habe sie “zugehört, ausgehalten, ins Gebet genommen”, sagt die scheidende Klinikseelsorgerin. Oft habe sie in den zurückliegenden 15 Jahren Hoffnungszeichen erlebt, dass sich bei den Patientinnen und Patienten etwas verändert - auch wenn es danach wegen der Krankheit anders weitergeht. Und auch das: Sie hat Menschen auf ihren letzten Wegen hin zum Sterben begleitet dürfen. Und auch Angehörigen am Sterbebett beigestanden. “Die letzten Jahre der Berufstätigkeit in der Klinikseelsorge zu arbeiten, war eine der besten Entscheidungen meines Berufslebens”, sagt die Klinikseelsorgerin rückblickend. 
 
15 Jahre als Klinikseelsorgerin am Städtischen Klinikum Karlsruhe tätig
 
Am 29. Januar 2026 wurde die 65-Jährige von Dekanstellvertreter Siegfried Weber in einem Gottesdienst in der Kapelle des Städtischen Klinikums Karlsruhe verabschiedet. Siegried Weber bezeichnete Christina Clotz-Blankenfeld als “leidenschaftliche Seelsorgerin”, die Gottes Nähe den Menschen zugesagt habe und dankte ihr für ihre segensreiche Arbeit im Namen des evangelischen Stadtkirchenbezirks.  
 
Zusammen mit Alexander Herbold und Diakonin Dr. Wiebke Müller - Pfarrer Johannes Dieckmann ist 2025 ausgeschieden - bildete sie das evangelische Team der Klinikseelsorge am Städtischen Klinikum und war ihre Sprecherin. Strukturiert, klar und herzlich, so wird sie von ihren Kolleginnen und Kollegen beschrieben und geschätzt. Mit ihrer Fähigkeit für administrative Aufgaben habe sie ihnen zudem “den Rücken freigehalten”, wie sie betonen.  
 
In einem sich verdichtenden Klinikalltag Zeit für die Menschen und ihre Fragen 
 
Auch die ökumenische Zusammenarbeit war Christina Clotz-Blankenfeld wichtig. So fällt in ihre Zeit der Aufbau der ökumenischen Rufbereitschaft, die “eine der ersten in der Landeskirche ist”, wie Kirchenrätin Sabine Kast-Streib, Geschäftsführende Direktorin des Zentrums für Seelsorge (ZfS) und Leiterin der Abteilung Seelsorge im Evangelischen Oberkirchenrat, in ihrem Grußwort im Anschluss an den Gottesdienst betonte. Sie übermittelte den Dank der Badischen Landeskirche und unterstrich: “In einem immer mehr sich verdichtenden Klinikalltag bringen Klinikseelsorger und Klinikseelsorgerinnen Zeit mit und sind für die Menschen und ihre Fragen da. Klinikseelsorge ist getragen von der christlichen Haltung und offen für alle. Sie öffnet Raum für Sinnfragen, für Zweifel und Glauben.” 
 
An den Dank schloss sich auch die Pflegedirektorin des Städtischen Klinikums, Elvira Schneider an, sie überbrachte die Grüße von Geschäftsführung, Betriebsleitung und Pflegedienst und überreichte einen Blumenstrauß. Weitere Dankesworte sprachen Henrike Klingel von der Evangelischen Klinikseelsorge in den ViDia-Kliniken Karlsruhe sowie Guntmar Huber für die katholische Klinikseelsorge im Städtischen Klinikum an.  
 
Vor ihrer Zeit als Klinikseelsorgerin hat Christina Clotz-Blankenfeld mehrere Jahre die regionale Leitung der Evangelischen Erwachsenenbildung Wiesloch (2004-2010) sowie für die Evangelische Erwachsenenbildung Pforzheim (2001-2004) inne. Davor war sie Gleichstellungsbeauftragte in der Badischen Landeskirche. Christina Clotz-Blankenfeld hat in Freiburg von 1982-1986 Religionspädagogik und Gemeindediakonie mit Schwerpunkt Seelsorge studiert und danach als Diakonin in Waldbronn und später in Waghäusel gearbeitet.