Schnuppersynode gibt Einblicke in die synodale Arbeit
- 18.03.2026 -
Gremien und Ausschüsse der Stadtsynode stellen sich vor und werben um Mitarbeit
Wer nach den Kirchenwahlen im vergangenen Dezember als Delegierter neu in die Stadtsynode gewählt wurde, hatte in der “Schnuppersynode” am 13. März 2026 Gelegenheit, mehr über die Aufgaben und die Zusammensetzung der Stadtsynode sowie ihre Ausschüsse zu erfahren.
Zur Schnuppersynode gaben die Vorsitzenden der synodalen Ausschüsse Auskunft über ihre Arbeit, hier im Bild: Pfarrer Johannes Kurz (1. v. links) über den Finanzausschuss.
In einem “Warm-up” mit Bewegung und anregenden Fragen, angeleitet durch Schuldekan Thomas Schwarz, kamen die rund 40 Synodalen miteinander ins Gespräch. Gernot Goll, Vorsitzender des Präsidiums, stellte anschließend Aufgaben und Zusammensetzung der Stadtsynode auch anhand einiger Grafiken vor. Daraus geht hervor: Die Stadtsynode wird künftig aus 91 Mitgliedern bestehen. 39 Delegierte sind direkt aus den Gemeinden gewählt, hinzu kommen 19 Hauptamtliche, 10 Synodale werden vom Stadtkirchenrat berufen, 5 Personen sind qua Amtes in die Stadtsynode berufen. Hinzukommen 15 Vertreter aus den bezirklichen Arbeitsfeldern.
Stadtsynode setzt inhaltliche Schwerpunkte für die Weiterarbeit im Stadtkirchenbezirk
Die Stadtsynode, das ist neben dem Stadtkirchenrat und zusammen mit dem Dekan und dem Schuldekan eines der Leitungsgremien der Evangelischen Kirche in Karlsruhe. “Die Leitung des Kirchenbezirks geschieht im Zusammenwirken dieser Gremien”, sagt Gernot Goll. Und betont: “Es liegt in unserer Verantwortung, wie wir die Evangelische Kirche in Karlsruhe gestalten wollen”. Schließlich entscheide die Stadtsynode über inhaltliche Schwerpunktsetzungen und den Haushalt der Evangelischen Kirche in Karlsruhe.
Die Stadtsynode tagt viermal im Jahr. Öfter treffen sich die synodalen Ausschüsse, die sich an diesem Abend vorstellten. Hier geschieht die wesentliche Vorarbeit. Pfarrer Siegfried Weber, Vorsitzender des Bauausschusses, formulierte es so: “Wenn Sie mitbekommen möchten, was im Kirchenbezirk passiert, dann sind sie in den Ausschüssen richtig. Hier könnten die Synodalen mitwirken und erfahren, “wie Entscheidungen zustandekommen”. Neben allem, was sich rund um Gebäude und Bauen abspielt, gehe es im Bauausschuss aktuell darum, zu priorisieren und zu konsolidieren und dabei zu überlegen, “was in dieser Situation wichtig ist”.
In den Ausschüssen erfolgt die notwendige Vorarbeit für Themen und Entscheidungen
Die notwendige Aufgabe der Konsolidierung hat auch Pfarrer Johannes Kurz, Vorsitzender des Finanzausschusses, an dem Abend skizziert und für eine Mitarbeit eingeladen: Für den künftigen Doppelhaushalt gehe es darum, fünf Millionen Euro pro Jahr einzusparen. Die Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchenverwaltung, die die Vorarbeit für die Beratungen und Entscheidungen des Finanzausschusses leiste, beschrieb Pfarrer Kurz als gut und konstruktiv.
Schuldekan Thomas Schwarz steht Rede und Antwort für den Bildungsausschuss
Für den Bildungsausschuss, der sich um die Kinder- und Jugendarbeit in Kita und Schule sowie um die Erwachsenenbildung kümmert, warb Schuldekan Thomas Schwarz für eine Mitarbeit mit den Worten: “Im Bildungsausschuss geht es nicht in erster Linie um Geld, sondern um die Gestaltung und Relevanz von Kirche” - mit Blick auf die Heranwachsenden und künftigen Generationen.
Für den Diakonieausschuss hat Dekan Dr. Thomas Schalla stellvertretend für die neue Bezirksdiakoniepfarrerin Lara Pflaumbaum gesprochen, die nicht anwesend sein konnte. Im Diakonieausschuss geht es darum, sich gegenseitig über die laufende Arbeit der diakonischen Einrichtungen im Stadtkirchenbezirk zu informieren und zu beraten, wie die Zusammenarbeit mit anderen diakonischen und sozialen Einrichtungen in der Stadt gefördert werden könnte.
Dekan Dr. Thomas Schalla im Gespräch mit Synodalen
Ein weiterer Ausschuss ist der Aufsichtsrat des Diakonischen Werkes, dessen Vorsitzende Beatrix Wieß ist. Zusätzlich kann die Synode Ad-hoch Gruppen für weitere Themen und aktuelle Fragestellungen einsetzen. Ein Beispiel ist die AG Umwelt, die die Synode bereits vor einigen Jahren eingesetzt hat. Sie dient der regionalen Vernetzung und dem Austausch in Umweltthemen zur Bewahrung der Schöpfung. Der Vorsitzende des Ausschusses, Volker Rink, erinnerte an das Ziel der Badischen Landeskirche, bis 2040 klimaneutral zu werden. Dies sei eine Aufgabe, die nur zu schaffen ist, wenn alle Bezirke mitmachten, so Rink.
Info-Box:
Die Sitzungen der Stadtsynode sind öffentlich. Gäste sind herzlich willkommen. Die Sitzungen finden im Albert-Schweitzer-Saal, Haus der Kirche, Reinhold-Frank-Str. 48 statt. Die konstituierende Sitzung der Stadtsynode ist am Freitag, 17. April 2026, 18 Uhr. Hier werden zudem alle Mitglieder für die Ämter und die Ausschüsse gewählt. Die Stadtsynode wählt aus der Mitte ihrer stimmberechtigten Mitglieder die Mitglieder der Ausschüsse und Gremien. Eine Amtszeit dauert sechs Jahre.