Rat der Religionen in Karlsruhe gegründet

- 25.09.2026 - 

In Karlsruhe hat sich der Rat der Religionen gegründet. Am Donnerstag, 24. September, erfolgte im Gemeindezentrum St. Bonifatius der Katholischen Kirche dazu die Unterzeichnung der Gründungsurkunde. 21 Religionsgemeinschaften haben an diesem Abend unterzeichnet und damit ihre Bereitschaft zur Mitarbeit bekundet.  

Der Rat der Religionen ist aus der Arbeit des Gartens der Religionen entstanden. Er ist eine Frucht der langjährigen vertrauensvollen Zusammenarbeit von Religionsgemeinschaften, Gemeinden und Kirchen in Karlsruhe. Zu den Unterzeichnern gehören neben der Evangelischen und Katholischen Kirche, die Altkatholische Kirche, die Neuapostolische Kirche, die Jüdische Kultusgemeinde, der Deutschsprachige Muslimkreis, weitere muslimische Gemeinden, die Bahai-Gemeinde, verschiedene Freikirchen in Karlsruhe sowie dir Freireligiöse Gemeinde. Weitere Kirchen und Religionsgemeinschaften sind eingeladen, sich an der Mitwirkung im Rat der Religionen aktiv zu beteiligen. 
 
Rat der Religionen als Ansprechpartner für Politik und Stadtgesellschaft
 
Die Unterzeichner der Gründungsurkunde
Der neu gegründete Rat der Religionen in Karlsruhe möchte gemeinsame religiöse, gesellschaftliche, politische und kulturelle Themen beraten und für die Stadtgesellschaft und Politik in Karlsruhe als Ansprechpartner in religions- und gesellschaftspolitischen Fragen zur Seite stehen. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup sieht in der Gründung das Bekenntnis der religiösen Gemeinschaften zum Miteinander, statt Nebeneinander und erhofft sich, dass die Gesprächsfäden auch in schwierigeren Zeiten nicht abreißen. Vertreter des Kulturbüros der Stadt, Gemeinderäte sowie Vertreterinnen vom Integrationsausschuss der Stadt Karlsruhe waren bei der Gründung anwesend und unterstrichen damit die Bedeutung dieses interreligiösen Rates für Politik und Stadtgesellschaft.  
 
"Wir leben gerne in unserer Stadt und verstehen Religion auch als einen Gestaltungsauftrag für Frieden und Gerechtigkeit im Zusammenleben der Menschen. Wir wollen uns gemeinsam auch zukünftig solidarisch und geschwisterlich für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft einsetzen", betonte Dr. Thomas Schalla zu Beginn der Gründungsveranstaltung. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeige, dass friedliches Zusammenleben in der Stadt auch durch das Miteinander der Religionsgemeinschaften gefördert werden kann. Der Rat der Religionen versteht sich auch als Netzwerk und für den Austausch der einzelnen Akteure untereinander.  
 
Rat der Religionen kann auf guten Beziehungen untereinander aufbauen
 
Dabei kann der Rat der Religionen auf bereits gute Beziehungen aufbauen, wie an diesem Abend mehrfach betont wurde. Durch Begegnung und Gespräche möchte der Rat der Religionen dazu beitragen, das Vertrauen zueinander weiter zu vertiefen. Er wird zudem immer dann öffentlich das Wort ergreifen, wenn Religionsgemeinschaften bedroht werden, Menschenrechte und die Menschenwürde geschützt werden müssen. 
   
Die Initiative für den Rat der Religionen geht auf die Vorarbeiten einer Vorbereitungsgruppe zurück, an der die Jüdische Kultusgemeinde, der Deutschsprachige Muslimkreis, der Dachverband der muslimischen Verbände, zwei Vertreterinnen des Vereins AG Garten der Religionen sowie die Katholische und die Evangelische Kirche beteiligt waren. 
  
Neben der Unterzeichnung des Gründungsdokuments gab es Grußworte des Oberbürgermeisters Dr. Frank Mentrup, von Erik Balter, Jüdische Kultusgemeinde, Rüstü Aslandur, Deutschsprachiger Muslimkreis Karlsruhe sowie von Mirja Kon-Thederan, Vorsitzende der AG Garten der Religionen.