„Jetzt, immer und ewig“ – Eindrücke von der Ökumenischen Fachtagung AltenHeimSeelsorge
- 04.11.2026 -
Jetzt, immer und ewig – mit diesen großen und weiten Worten setzten sich 55 Teilnehmende beim diesjährigen Fachtag der ökumenischen Altenheimseelsorge Karlsruhe am 23. Oktober im Albert-Schweitzer-Saal auseinander. Sie alle sind in der Begleitung von alten Menschen aktiv, ob ehren- oder hauptamtlich in Besuchs- und Hospizdiensten oder als Betreuungs- und Pflegekräfte in verschiedenen Einrichtungen.
Manche kommen schon jahrelang zum ökumenischen Fachtag der AltenHeimSeelsorge, der jedes Jahr im Oktober in Kooperation zwischen der Evangelischen Kirche in Karlsruhe und der Erzdiözese Freiburg stattfindet. Einige konnte das ökumenische Vorbereitungsteam zum ersten Mal begrüßen.
Ankommen im Jetzt hieß es mit Begrüßung und Getränk und mit einer kurzen Wahrnehmungsübung. Danach sangen die Teilnehmenden verschiedene Lieder, die das Verständnis von Zeit und Ewigkeit beschreiben: da sind die wunderschönen Momente, die sich als ewig anhaltend erweisen sollen; da sind tröstliche Worte, dass die Zeit in Gottes Händen steht und dort sinnvoll gehalten wird; und da sind große Hoffnungsgedanken, wenn die Ewigkeit als ein Zuhause besungen wird, auf das ein Mensch sich zu bewegt. In kleinen Gruppen wurde das Gehörte vertieft und geteilt, hinterfragt und persönlich bewertet.
Die Workshops teilten das große Thema in Häppchen: Es ging um die Zeit für Kommunikation, auch wenn Hören und Sehen vergehen, um Rituale am Lebensende, um Himmel und Ewiges Leben in der theologischen und biografischen Bedeutung, um Feste und Abläufe, die unsere Zeit sinnvoll strukturieren. Und um die Frage, wie man im Hier und Jetzt einen Gottesdienst feiern kann, bei dem sich auch alte Menschen beteiligen können.
Jede teilnehmende Person konnte zwei Workshops aussuchen, zwischendurch gab es Kaffee und Kuchen zur Stärkung und Zeit für Gespräche. „Hier ist eine angenehme Atmosphäre, eine große Offenheit, und ein wohltuendes Gefühl der Gemeinschaft entstanden“, so steht es auf der Rückmelde-Tafel, weiß Diakonin Monika Roth, Fachstelle Leben im Alter, zu berichten.
Und es gab einen Dank an das ökumenische Team, für Anpacken und Organisieren, für Gebäck schneiden und Workshops vorbereiten, für Zuhören und verlässlich Mitarbeiten. "Das ist gelebte Ökumene und lässt mich hoffnungsvoll in die Zukunft blicken", sagt Monika Roth.